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Ist- und Soll- Zeitlinie (Reality- & Story- Timeline)

Ein Coaching-Tool, das aus dem Timeline-Konzept des NLP und aus der Transformations-Arbeit von Byron Katie (sie nennt es „The Work“) entstanden ist. Damit will man unbewusste hinderliche Gedankenmuster bewusst machen und diese dann anhand von Byron Katie hinterfragen.

Die Ist-Zeitlinie steht für das, was tatsächlich in chronologischer Reihenfolge geschah.

Die Soll-Zeitlinie repräsentiert das, was in der Vergangenheit man scheinbar gebraucht hätte. Je mehr die eigene Vorstellung von der Realität abweicht bzw. je stärker man im Widerstand ist mit dem, was damals geschah, umso größer ist der Abstand zwischen der Ist- und Soll- Zeitlinie.

Dieses Coaching-Tool ist geeignet für Anliegen wie:

Formatschritte:

1. Das Anliegen klären.

2. Die Ist–Zeitlinie als gerade Linie visualisieren. Dies kann auf einer Pinwand, einem Flipchart, auf Papier oder auf dem Boden mit einer Schnur gemacht werden.

3. Auf der Ist-Zeitlinie wesentliche Stationen des Lebens markieren und darauf achten, dass nur Fakten und keine negativen Bewertungen dort verankert werden.

4. Erlebnisse, für die man heute dankbar ist, auf der Ist-Zeitlinie markieren und nochmals assoziiert erleben (VAKOG).

5. Die Soll–Zeitlinie als gebogene Linie visualisieren. Je mehr nun die eigene Vorstellung von der Realität abweicht bzw. je stärker man im Widerstand mit dem ist, was damals geschah, umso größer ist der Abstand zwischen der Ist- und Soll- Zeitlinie zu wählen. Je dankbarer ich bin für das was war, umso näher sind sich die Ist- und Soll - Zeitlinie.

Variationen:

6. Bereiche markieren, die zu einem starken Abweichen der Soll-Zeitlinie von der Ist-Linie geführt haben und Urteile über diese Lebensphasen formulieren.

Beispiel:„Ich hätte gebraucht, dass meine Eltern meine Entscheidung gut finden.“

7. Mit den 4 Fragen von „The Work“ das Urteil hinterfragen.

  1. Ist das wahr? (Wie sah die Realität aus?)
  2. Können Sie mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist? (…, dass das besser gewesen wäre?)
  3. Was passiert, wenn Sie den Gedanken denken?
  4. Wer wären Sie ohne den Gedanken?

8. Die Umkehrungen nach „The Work“ bilden und in die Gegenwart und Zukunft übertragen.

  1. 180 Grad: „Ich brauche nicht, dass meine Eltern meine Entscheidung gut finden.“
  2. Anwendung auf sich selbst: „Ich brauche, dass ich meine Entscheidung gut finde.“
  3. Anwendung auf den Gegenüber: „Ich brauche, dass ich die Entscheidung meiner Eltern gut finde.“

Future–Pace: Der Coachee findet Kontexte, in denen diese Umkehrungen für ihn Sinn machen. Es spielt keine Rolle, ob es sich hierbei nun um die Eltern, Angestellten, Vorgesetzten, Kollegen oder den Lebenspartner handelt. Wichtig ist, dass der Coachee sich sieht, wie er in seiner Zukunft die Umkehrungen bereits lebt und verwirklicht hat.

9. Den Abstand zwischen der Ist- und Soll-Zeitlinie entsprechend der inneren Empfindung anpassen.

Gegebenenfalls bei Punkt 6. wieder einsteigen und weitere Bereiche bearbeiten.

Text von Ulrich Bührle


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