nlp.at - der oesterreichische nlp-server Auditiv Augenbewegungen, Augen-Bewegungsmuster Die (oft unbewußten) Augenbewegungen von Menschen können ein  Zugangs-Hinweis dafür sein, in welchen  Repräsentations-Systemen innere Prozesse ablaufen.



Bandler und Grinder (1994a (1975)) entwarfen ein einfaches Modell mit sechs Positionen, das am besten anhand einer Zeichnung erklärt werden kann:

[   andere Zeichung]

Die Symbole bedeuten:

VK Visuell Konstruiert (visuelle Bilder, visuelle Vorstellungen)

VE Visuell Erinnert (visuelle Bilder)

AK Auditiv Konstruiert (Klänge, Geräusche, Töne, Worte)

AE Auditiv Erinnert (Klänge, Geräusche, Töne, Worte)

K Kinästhetisch (Empfindungen, Gefühle, Geruch, Geschmack)

ID Innerer Dialog (auditiv digital, "Nachdenken", "Zwiegespräch") (oft auch als AID für auditiv: innerer Dialog bezeichnet).



Dieses Modell beansprucht keine universelle Gültigkeit. Es dient als grober Orientierungsrahmen (bei Linkshändern kann es seitenverkehrt sein) und kann auch im Einzelfall nicht zutreffend sein.  Fragen zum Erkunden der Augen-Muster bei anderen Personen.

In der Anwendung des Modells ist immer nach  Leit-System,  bevorzugtem Repräsentations-System und  Referenz-System zu unterscheiden.

Wichtiger als die mechanische Anwendung des NLP-Augen-Modells ist der grundlegende Gedanke, der hinter dem Modell steht: auf Augenbewegungen bei anderen Menschen sorgsam zu achten und ihnen für innere Prozesse eine systematische Bedeutung zu geben.

Im NLP geht man davon aus, daß die Augenbewegungsmuster für eine Person konsistent sind, - daß es eine Systematik gibt, die für diese Person gilt. (Bandler und Grinder 1994c (1979), 44). Wenn z.B. eine Person von einem Problem spricht und dabei mit ihren Augen (und sei es nur für Augenblicke) immer in die gleiche Richtung und auf den gleichen Ort schaut, dann ist dieser Ort im inneren Raum bedeutsam und kann für Veränderungs-Prozesse systematisch genutzt werden (dasselbe für mögliche Lösungen und Ziele).

Die Wahrnehmung von Augen-Bewegungen ist auch für die Erkundung persönlicher  Strategien hilfreich. Um die oft schnellen Bewegungen der Augen bewußt erfassen zu können, ist ein Training im  genauen Wahrnehmen notwendig.

Weitere Literatur: Andreas 1994 (1991), 193ff. Überblicke über die umfangreiche Literatur über empirische Tests zu diesem Modell finden sich bei Weerth 1994 (1992), 235ff., Bachmann 1993, 216ff., Schauer 1995, 71ff. und Walker 1996, Fußnote 372 (264f.).


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