nlp.at - der oesterreichische nlp-server Boden-Anker Boden-Anker Boden-Anker sind ein Sonderfall  räumlicher Anker, wo Plätzen im Raum eine bestimmte Bedeutung zugeschrieben wird. Ein Boden-Anker ist ein  Anker, bei der eine Stelle am Boden mit einem bestimmten  inneren Zustand verankert ist.

Boden-Anker sind im NLP weit verbreitet. Viele Änderungs-Übungen des NLP werden mit Boden-Ankern durchgeführt, d.h. Plätze am Boden werden als Boden-Anker aufgebaut. In vielen Fällen genügt ein einmaliges Ankern eines bestimmten Platzes am Boden: immer wenn eine Person diesen Platz im Verlauf einer NLP-Intervention betritt, ist an ihrer  Physiologie deutlich erkennbar, daß sie innerlich diesen Zustand erfährt.

Beim Ankern wird dabei
(1) eine bestimmte Stelle am Boden festgelegt (gedanklich oder durch eine Markierung, z.B. durch Zettel),
(2) dieser Platz betreten,
(3) auf diesem Platz  assoziiert ein bestimmter Zustand erlebt und
(4) dieser Platz sprachlich für den weiteren Verlauf der Übung eindeutig festgelegt, z.B. als "Problem-Ort", "Ressourcen-Ort", "Ort der Ruhe", "Ort des Zweifels", "Platz, wo Sie drei Jahre alt waren", usw.

© Lucas Derks 1997



Die Arbeit mit Boden-Anker hat für den Berater (die Beraterin) und den Klienten (die Klientin) viele Vorteile.

(1) Boden-Anker erlauben es, innere Zustände sehr präzise zu definieren und exakt zu erleben. Eine Person, die einen (vorher festgelegten) Boden-Anker für sich nützen will, muß in vielen Fällen nichts anderes tun, als diesen Platz zu betreten und jene Körperhaltung einzunehmen, die diesem Zustand entspricht.
(2) Damit sind Boden-Anker eine Instrument, um einen raschen Zugang zu genau definierten inneren Zuständen zu finden, und
(3) sie exakt von anderen Zuständen zu trennen, indem dieser Platz verlassen und ein anderer Platz eingenommen wird.
(4) Dabei verfügt der Berater (die Beraterin) über klare Kriterien, um zu kontrollieren, ob bestimmte  Prozeß-Schritte tatsächlich gemacht werden, weil jedem Ort eine eindeutige Physiologie zugeordnet ist.
(5) Diese Kriterien erlauben es einer geübten Person (die auf  genaues Wahrnehmen trainiert ist), auch komplizierte NLP-Interventionen (bei denen es immer um innere Prozesse geht) mit mehreren Personen gleichzeitig durchzuführen.

Einfache NLP-Methoden mit Boden-Anker sind der  Circle of Excellence oder die Übung "vom gegenwärtigen zum künftigen Zustand", wo die Gegenwart (das Problem) und die Zukunft (das Ziel) als getrennte Orte definiert werden.(  Anleitung dazu).

Beispiele für komplexere NLP-Interventionen mit mehreren Zuständen und mehreren Boden-Ankern sind:
(1) die  Walt-Disney-Kreativitäts-Strategie (mit zumindest drei Boden-Ankern für die Zustände des Träumers, des Realisten und des Kritikers),
(2) Übungen zur Entschärfung von Konflikten mit anderen Personen unter Verwendung der drei  Wahrnehmungs-Positionen oder
(3) des  Meta-Spiegels,
(4) die Verwendung von  Mentoren oder
(5) der  Bateson-Lernstrategie für  stuck states, die durch neue Ideen angereichert werden sollen,
(6) komplexere Übungen zum Ändern von  Beliefs, z.B. unter Verwendung von vier Boden-Positionen ("Innere Kraft", "Sicherheit", "Kann sein/muß nicht sein", "Altes Belief")  Übungsanleitung dazu
(7) Interventionen zur Integration von  Teilen, die miteinander im Konlikt stehen  Übungsanleitung dazu, oder
(8) Interventionen, mit denen Ziel-Zustände mit Hilfe der  logischen Ebenen verstärkt und integriert werden sollen, sowie
(9) alle Methoden unter Verwendung der Boden-Zeit-Linie.


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